Albero rosso © Antonia Boschetti
Pop-up-Ausstellung
21.–29. März 2025 · CRAI (Lebensmittelgeschäft), Via Collina d'Oro 86, Montagnola
Mo–Fr 7.30-12.30 / 15.00-18.30
Sa 8.00-12.00 / 15.00-18.00
So 9.00-12.00
Seit 2024 verfügt das Museo Hermann Hesse Montagnola über ein Atelier für lokale Gastkünstler:innen. Im Rahmen des Programms Hesse Artist in Residence laden wir Kunstschaffende ein, sich auf der Collina d’Oro mit Aspekten von Hesses Leben und Werk auseinanderzusetzen und daraus zeitgenössische Zugänge zum Dichter zu entwickeln.
Die zweite Künstlerin, die wir im Geist des Programms begrüssen durften, war Antonia Boschetti (*1985). Während ihrer Residenz (Dezember 2025 – März 2026) beschäftigt sie sich mit verschiedenen Themen aus Hesses Schaffen. Das Resultat zeigt sich in Medien wie Aquarell, Collage und Skulptur und reflektiert die dualen Aspekte, die die Figuren in Hesses Werk oft kennzeichnen: Sie wenden sich von einer Gesellschaft ab, in der sie keine identitätsstiftenden Bezugspunkte finden, und begeben sich auf eine Reise. Insbesondere widmet sie sich den Tiergestalten, die in Hesses Texten – etwa in Der Wolf (1907) – als Sinnbilder für Freiheit und Verletzlichkeit erscheinen. Ihre Arbeiten greifen die Spannung zwischen wilder Natur und menschlicher Einengung auf und verorten die Suche nach Identität in einer bedrohten Landschaft.
Kuratiert von Marcel Henry & Giacomo Agosti
Vernissage: Freitag, 20. März 2026, 18.30 Uhr
BIO
Antonia Boschetti (*1985) ist bildende Künstlerin und Lehrerin für Heilpädagogik. Nach einer Ausbildung im pädagogischen Bereich studierte sie von 2014 bis 2018 Malerei an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand. Ihre künstlerische Praxis entwickelt sich hauptsächlich im Bereich der Zeichnung und des Aquarell, ergänzt durch Collage und in jüngerer Zeit durch Skulptur. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur auseinander, mit besonderem Augenmerk auf die Spuren menschlicher Eingriffe und die Situation von Tieren in zunehmend veränderten Lebensräumen. In den letzten Jahren hat sie ihre Forschung auf die Skulptur ausgeweitet und realisiert Bronzearbeiten, die von der Fauna der europäischen Wälder inspiriert sind. Seit 2016 stellt sie regelmässig im Tessin und im benachbarten Italien aus.
Antonia Boschetti

