© Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel
Prof. Karl-Josef Kuschel über Gedichte von Autorinnen des 20. Jahrhunderts
Freitag, 2. Oktober 2026 · 17.30 Uhr · Sala Boccadoro, Montagnola ♿
Wie jedes Jahr lädt unser Museum im Herbst zu einem Vortrag in deutscher Sprache ein, der literarischen, künstlerischen und kulturellen Fragestellungen im Umfeld von Hermann Hesse gewidmet ist.
In diesem Jahr widmet sich der Tübinger Literaturwissenschaftler und Theologe sowie Präsident der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft in seinem Vortrag Gedichten von Else Lasker-Schüler (1869–1945), Hilde Domin (1909–2006) und Marie Luise Kaschnitz (1901–1974). Es sind unterschiedliche poetische Stimmen, die durch Erfahrungen von Exil, Verlust und die Suche nach einer Sprache verbunden sind, mit der sich Identität und Erinnerung artikulieren lassen. Die drei Dichterinnen verkörpern jeweils eigene poetische Antworten auf die historischen und biografischen Brüche ihrer Zeit und eröffnen eindrucksvolle Perspektiven auf das Verhältnis von Schreiben, kultureller Zugehörigkeit und ethischer Verantwortung. Das Thema steht in engem Dialog mit der aktuellen Sonderausstellung zu Isa Hesse-Rabinovitch und erweitert die Reflexion über die Rolle von Frauen – insbesondere jüdischer Frauen – im kulturellen und literarischen Kontext des 20. Jahrhunderts.
In deutscher Sprache
Eintrittspreis: Prinzip «Pay What You Want»

