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Giulia Santambrogio: Die feminine Seite des Hl. Franziskus (Hesse Artist in Residence)


  • Fondazione Hermann Hesse 2 Ra Cürta Collina d'Oro, TI, 6926 Svizzera (Karte)

© Giulia Santambrogio


Pop-up-Ausstellung


19. & 20. September, 26. & 27. September 2026 · 10.30-17.30 Uhr · Ehemalige Bäckerei Artebianca, Via Berenice 2, Ortskern von Gentilino


Seit 2024 bietet das Museo Hermann Hesse Montagnola mit dem Programm Hesse Artist in Residence lokalen Kunstschaffenden die Gelegenheit, sich kreativ mit Leben und Werk des Dichters auseinanderzusetzen. Die eingeladenen Kunstschaffenden arbeiten im Atelier vor Ort und übersetzen Hesses Gedankenwelt in zeitgenössische Ausdrucksformen. So entstehen neue Zugänge, die den Dialog zwischen Literatur und Gegenwart beleben.

Die dritte Künstlerin, die wir begrüssen, ist Giulia Santambrogio (*1996). Ihre Arbeit entsteht im Dialog zwischen literarischer Tradition und aktuellen Fragestellungen. Im Jahr 2026, in dem sich der 800. Todestag des Hl. Franziskus von Assisi jährt, setzt sie sich mit der Figur des Heiligen auseinander. Bereits 1904 widmete Hermann Hesse Franziskus einen biografischen Essay – eine Inspirationsquelle, die bis heute nachwirkt.

Santambrogio nähert sich dem Bild eines „weiblichen Hl. Franziskus": einer poetischen, radikalen Gestalt, die Spiritualität, Naturverbundenheit und innere Wandlung vereint. In ihrer rituell geprägten Arbeit – zwischen Performance und poetischer Handlung – erforscht sie Fragen nach weiblicher Selbstermächtigung und der Sichtbarkeit innerer Prozesse. Die öffentliche Präsentation ihrer Arbeit wird zur Reflexion über Transformation und Stille einladen und Hesses Welt sinnlich-poetisch mit heutigen Fragen verbinden.

Kuratiert von Marcel Henry & Giacomo Agosti


Vernissage: Freitag, 18. September 2026


Eintrittspreis: Prinzip «Pay What You Want»


BIO
Giulia Santambrogio (*1996) lebt und arbeitet in Lugano. Nach ihrem Abschluss an der Accademia di Belle Arti di Brera und einem Erasmus-Aufenthalt in Marseille entwickelte sie eine Praxis, die Malerei, Textilkunst und Performance verbindet. Ihre performativen Kleider und textilen Arbeiten entfalten ihre Wirkung erst im Zusammenspiel mit Körper, Bewegung und Ritual. Dabei untersucht sie Themen wie Selbstwahrnehmung, Transformation und Fürsorge, häufig unter Verwendung geerbter oder wiederverwendeter Materialien. International waren ihre Arbeiten unter anderem in Gruppenausstellungen in Sofia, Mailand, Stettin, Marseille und Miami zu sehen; Einzelausstellungen realisierte sie in der Canonica di San Salvatore in Barzanò (2023) und in Brugherio (2024). Seit 2025 präsentiert sie ihre Arbeiten im MICROMACRO Atelier Viandanti in Lugano, realisierte das partizipative Projekt Andata e ritorno, Brugherio–Lugano mit der Performance Ricostruire und war mit dem Werk Blade of Grass Teil der internationalen Textilausstellung DON’T BE ABSURD in der CAMP Gallery in Miami.

Giulia Santambrogio

 
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